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Studium oder Job - wohin geht´s ?
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Am 14. November Berufsinformationsabend am Frisch-Gymnasium
Am 14. November ist es wieder so weit: Am Frisch-Gymnasium wird um 19 Uhr ein Berufsinformationsabend abgehalten. Mitarbeiter von outlook führten im Vorfeld dieser Veranstaltung ein Interview mit Initiator Studiendirektor Werner Fleischmann:

outlook: Wie sind Sie auf die Idee gekommen, eine solche Veranstaltung ins Leben zu rufen?
Werner Fleischmann: Als Lehrkraft für Wirtschafts- und Rechtslehre beschäftigt man sich schon aus Lehrplangründen sehr intensiv mit dem Thema "Berufswahl". So besucht man u. a. in der 9. Jahrgangsstufe das BIZ in Freising. Frau Dachs (Berufsberaterin am Arbeitsamt) informiert in der Oberstufe über allgemeine Fragen zur Berufswahl. Dies ist für viele Schüler, die natürlich oft ganz spezielle Fragen zu konkreten Berufen und Entwicklungen am Arbeitsmarkt haben, nicht ausreichend. Ehemalige Schüler beklagten in privaten Gesprächen mit mir, dass sie sich beim Eintritt in das Studium zu wenig informiert fühlten, mit welchen Problemen man an der Universität zu kämpfen hat. Ein Lehrer sollte aufgrund seines Bildungsauftrags die logische Schlussfolgerung ziehen: Notwendigkeit einer frühzeitigen und besseren Information über Studienfach und -organisation.
outlook: Seit wann gibt es diese Veranstaltung am Karl-Ritter-v.Frisch-Gymnasium und in welchem Turnus findet sie statt?
Werner Fleischmann: Die Veranstaltung wurde erstmals 1996 durchgeführt (22 Referenten); die Resonanz war so gut, dass wir uns entschlossen haben, diesen Informationsabend im zweijährigen Rhythmus durchzuführen. In diesem Jahr werden wir 24 Referenten zu den verschiedensten Ausbildungswegen und Studiengängen haben.
outlook: Auf welchem Konzept basiert dieser Berufsinformationsabend?
Werner Fleischmann: Die wichtigsten Aspekte bei der Gestaltung des Infoabends waren folgende Uberlegungen: Die Referenten müssen von unseren Schülern akzeptiert werden, sie dürfen noch nicht zu alt sein, sie müssen die sich ergebenden Probleme aus eigener Erfahrung noch gut im Gedächtnis haben. Dementsprechend bietet es sich an, dass Studenten bzw. Fachleute, die in einem speziellen Berufsfeld beschäftigt sind, an unsere Schüler ihre Erfahrungen weitergeben. Ferner darf die Veranstaltung nicht zu starr ablaufen, eine Einzelberatung im kleinen Kreis baut Hemmnisse (die Schüler trauen sich so eher zu fragen) ab. Auf diese Weise entstand das so genannten "Moosburger Modell". In einem lockeren und persönlichen Frage-Antwort-Gespräch im kleinen Rahmen (Klassenzimmer) berichten ehemalige Abiturientinnen und Abiturienten unseres Gymnasiums über ihren derzeit ausgeübten Beruf bzw. ihr Studium.
outlook: Wie gewinnen Sie die einzelnen Referenten für diese Veranstaltung?
Werner Fleischmann: Ich habe noch viele Kontakte zu unseren ehemaligen Schülern und konnte so seit 1996 eine mittlerweile sehr umfangreiche private Datenbank anlegen, in der geeignete Berufe verzeichnet sind. Die Bereitschaft der Ehemaligen ist sehr groß.
outlook: Wie wird der Berufsinformationsabend von den Schülern angenommen?
Werner Fleischmann: Die Resonanz der Schüler ist überwältigend: bei den ersten drei Abenden waren jeweils zirka 250 Schüler anwesend. das sind 70 Prozent aller Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 mit 13 des Gymnasiums. Die Veranstaltung hat sich aber auch über Moosburg hinaus einen Namen gemacht, was sich darin ausdrückt, dass auch von benachbarten Gymnasien aus Landshut und Freising Interessenten anwesend sind.
outlook: Was sind die Highlights des diesjährigen Infoabends?
Werner Fleischmann: Ich bin sehr glücklich darüber, dass es mir gelungen ist, dieses Jahr wieder einige hochkarätige Experten einzuladen. Das Hauptreferat hält Dr. Christian Blümelhuber (Abiturjahrgang 1985): "Können, Markt und Leidenschaft: Voraussetzungen für die Berufswahl und beruflichen Erfolg". Blümelhuber ist Diplom-Kaufmann, stellvertretender Leiter des Instituts für Marketing an der LMU in München und Vis. Ass. Professor an der Virginia Tech University, Blacksburg VA. Ferner stehen mit Professor Dr. W. Huber und Professor Dr. F. Waldherr zwei namhafte Hochschulprofessoren zur Verfügung, die aus der Sicht der Hochschulen Schülern und Lehrern Rede und Antwort stehen können. Aus der breiten Palette der zu erkundenden Berufe möchte ich nur einige nennen: Diplom-Chemiker, Diplom-Biologe, Diplom-Informatiker, Diplom-Designer, Diplom-Physiker, Diplom-Psychologin, Diplom-Journalistin, Diplom-Ingenieure, Patentanwalt, Flugbegleiterin und viele mehr (siehe Aufstellung auf der Internetseite: www.gym.moosburg.org/schulleben/beruf).
outlook: Lieber Herr Fleischmann. wir wünschen Ihnen für den Berufsinformationsabend ein gutes Gelingen und hoffen, dass diese Veranstaltung auch in Zukunft fortgeführt wird. Wir bedanken uns ganz herzlich für das Interview.
Ausbildungsmöglichkeiten nach der Schulzeit
In der Abschlussklasse wird ein jeder mit dem Thema der Berufswahl konfrontiert. Eine wesentliche Rolle spielen dabei die Noten des Bewerbungszeugnisses. Fragen, in welcher Berufssparte man mit seinem Abschluss die besten Möglichkeiten hat und dort auch seine Interessen und Neigungen am besten verwirklichen kann, sind entscheidend für die Wahl des Berufes.
Voraussetzung ist mindestens der Volks- oder Hauptschulabschluss. Schüler, die den Qualifizierten Hauptschulabschluss erreicht haben, werden häufig im handwerklichen Bereich, als Zimmerer, Maurer, Fliesenleger, Metzger, Bäcker oder auch im Kfz-Bereich tätig. Auch im Dienstleistungsbereich als Zahnarzthelferin, Arzthelferin oder als Kellner werden sie beschäftigt. Ebenso sind in der Land- und Forstwirtschaft, aber auch im sozialen Bereich als Kinderpflegerin oder Altenpflegerin Ausbildungsstellen zu besetzen.
In diesen Berufen wird der Auszubildende im dualen System ausgebildet, das heißt neben der praktischen Erfahrung im Betrieb muss er auch die Berufsschule besuchen und nach einer zwei- oder dreijährigen Ausbildung die Abschlussprüfung als Geselle ablegen. Schüler, die den mittleren Bildungsabschluss erworben haben, steht ein breiteres Spektrum zur Verfügung. Inder Verwaltung, bei Banken und Versicherungen, Steuerberater- und Rechtsanwaltskanzleien können sie eine Lehre absolvieren. Ebenso können sie im gewerblichen, kaufmännischen und technischen Bereich eine Ausbildung beginnen. Die Ausbildung erfolgt ebenso nach dem dualen System.
Eine andere Möglichkeit ist der Besuch der Fachoberschule (FOS), wo der Schüler die Fachhochschulreife erwerben kann. Der Auszubildende kann aber auch nach abgeschlossener Berufsausbildung an die Berufsoberschule übertreten und dort die Hochschulreife erlangen und dann auch ein Studium beginnen. Die Auszubildenden müssen sich aber. im Klaren sein, dass sie mit dem Erreichen ihres Abschlusses noch längst nicht am Ziel ihrer Träume sind, sondern sich kontinuierlich weiterbilden müssen, denn Bildung zahlt sich im Berufsleben stets aus.
Eine berühmte Frage und mögliche Antworten, gefunden im BIZ
Und, was willst du mal
werden?!
Wer von euch wurde das nicht
schon einmal gefragt?! Und habt ihr eine Antwort gewusst? Nein? Genau so
geht es den meisten Jugendlichen. Ist ja auch irgendwie verständlich!
Wer will sich denn mit 15 schon mit den Gedanken an die zukünftige
Arbeit beschäftigen?! Aber mal ehrlich, wäre schon sinnvoll mal
darüber nach zu denken! Sonst geht es euch so wie alle denen, die
mit der Schule fertig sind und dann immer noch nicht wissen, was sie eigentlich
machen wollen! Deshalb waren wir für euch mal im Berufs - Informationszentrum
- kurz BIZ - in Freising und haben uns mit Luise Dachs und Irene Gschlößl,
die als Berufsberaterinnen für die Moosburger Jugendlichen zuständig
sind getroffen und das BIZ mal etwas genauer unter die Lupe genommen. Das
BIZ besteht eigentlich aus zwei Komplexen, im ersten Stock das Berufsinformationszentrum
und in der zweiten Etage die eigentlichen Berufsberater mit ihren einzelnen
Büros. Wir haben Frau Dachs und Frau Gschlößl interviewt:
Was für Leute kommen
denn zum BIZ?
Also, grundsätzlich
ist das BIZ für jeden gedacht. Zu uns kommen Hauptschüler, Realschüler
und auch Abiturienten, die sich über verschiedene Studienmöglichkeiten
bei uns informieren. Die meisten Hauptschüler informieren sich über
Ausbildungsmöglichkeiten, erkundigen sich über Adressen der Betriebe.
Aber auch viele Realschüler kommen ins BIZ, um dann auch eben Ausbildungsplätze
zu suchen oder sich erstmal mit den verschiedenen Berufsmöglichkeiten
auseinander zu setzen.
Wie finde ich meinen Traumjob?
Also, die Informationsmöglichkeiten
hier bei uns sind wirklich gut. Wir haben da zum einen das BIZ, wo sich
jeder auf eigene Faust seine Informationen suchen kann und zum anderen
bieten wir die persönliche Beratung an. Im BIZ können sich die
Jugendlichen per Computer informieren und wer noch nicht so weit ist, kann
sich auch erstmals über jeden Beruf die Informationsmappe ansehen,
in der man genaue. Angaben über geforderte Qualifikationen erhält.
Und dann haben wir noch die persönliche Beratung die Jugendlichen
oder Erwachsenen melden sich bei uns vorher an und bekommen dann einen
Termin für ein einstündiges Gespräch.
Welche Jobs sind denn
zur Zeit sehr gefragt und welche Arbeitskräfte werden im Raum Freising
gesucht?
Eine Prognose ist ziemlich
schwierig, da es keine echten Trends gibt. Grundsätzlich kann man
aber sagen, dass sicher die Arbeitskräfte in der IT-Branche aber auch
Gesundheitsbereich sowie in der Biotechnologie auf Dauer sehr gefragt sein
werden. Was man auch sagen kann, dass in der Region um Freising Arbeitskräfte
im Ernährungshandwerk zur Zeit nicht so gefragt sind. Auch sehr gefragt
sind die Jobs oder Ausbildungsplätze in der Büroverwaltung, im
Elektronik-Bereich und in der Informationstechnik. Auch die Ausbildungsplätze
im Waren- und Dienstleistungsbereich haben eine Menge Bewerber und sollte
man sich für einen dieser Berufe interessieren, raten wir, sich schon
sehr früh zu bewerben. Grundsätzlich kann man aber auch sagen,
dass handwerkliche Berufe immer gefragt sind. Bau- und Metallberufe bieten
zur Zeit mehr Ausbildungsplätze als Bewerber vorhanden sind.
Was muss ich denn grundsätzlich
bei der Berufswahl beachten?
Wir erleben oft, dass sich
die Jugendlichen zu sehr auf so genannte "Modeberufe" fixieren und dann
sehr enttäuscht sind, wenn alle Ausbildungsstellen schon vergeben
sind. Außerdem sollte man darauf achten, dass man die Anforderungen
eines Berufes nicht unterschätzt. Was man aber auch nicht machen sollte,
dass man sich selbst unterschätzt. Auch wichtig ist, dass die Jugendlichen
nicht zu lang mit ihrer Entscheidung warten Ansonsten empfehlen wir jedem
die gebotenen Informationsmöglichkeiten hier im BIZ zu nutzen. Das
BIZ Freising, Parkstraße 11, hat folgende Öffnungszeiten: Montag
bis Mittwoch 7.30 bis 16 Uhr, Donnerstag 7.30 bis 18 Uhr, Freitag 7.30
bis 12.30 Uhr, Telefon 08161/171125 (E-Mail: Freising-BIZ@arbeitsamt.de)
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Karin (14) „Mein Traumberuf ist eindeutig Archäologe. Im Gegenteil zu den anderen Berufen, die ich schon alle durchgedacht habe, finde ich diesen Beruf am interessantesten. Ich hab das schon seit ungefähr zwei Jahren vor, und hoffe, dass ich diesen Traum erfüllen kann.“ |
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Yasmin (15) „Mein Traumberuf wäre, Politikerin zu werden. Ich hab das zwar erst vor zwei Minuten entschieden, aber ich finde diesen Beruf wirklich sehr interessant, weil ich viel Spass am Organisieren habe und ich auch sehr gerne mit Leuten kommunizieren mag. “ |
| Michael (17)
„Meine Traum wäre es, Fußballprofi zu werden. Mittlerweile bin ich Energieelektoniker. Das ist zwar weniger mein Traumberuf, aber es interessiert mich schon ein bisschen. Und was den Fußballprofi betrifft: Ich denke optimistisch und glaube, dass ich diesen Traum erreichen werde.“ |
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