3D-Design und 3D-Druck – MINT Klasse 6
In diesem Schuljahr fand zum ersten Mal der MINT-Wahlkurs der 6. Klassen zum Thema 3D-Design und 3D-Druck statt. Die Schülerinnen und Schüler lernten dabei die Grundlagen der 3D-Konstruktion mit dem Programm Tinkercad kennen. Zunächst bearbeiteten sie einige Grundlagentutorials, bevor sie sich anschließend eigenen Projekten widmeten.
Besonders beliebt waren dabei Figuren, Schlüsselanhänger, Häuser, Raketen, Bausteine und Aufbewahrungsboxen. Viele der selbst erstellten 3D-Modelle wurden mit dem eigenen Namen verziert und nach der Fertigstellung mit dem 3D-Drucker gedruckt. Einige Schülerinnen und Schüler zeigten dabei so großes Interesse, dass sie auch außerhalb der Schulzeit zu Hause freiwillig an eigenen Projekten weiterarbeiteten.
Bei der Arbeit an den Projekten sowie beim anschließenden Druck traten immer wieder Fragen und Herausforderungen auf. Diese wurden häufig durch das Drucken und Analysieren von Beispielmodellen aus dem Internet gelöst. So fanden wir unter anderem heraus, wie man bewegliche Gelenke in einem Stück drucken kann und worauf es bei funktionierenden Steckverbindungen ankommt.
Schülerinnen und Schüler, die mit ihrem 3D-Modell frühzeitig fertig waren, konnten einen ersten gedruckten Prototypen nutzen, um ihre Modelle am PC weiter zu optimieren. Andere versuchten sich an der Animation von 3D-Objekten oder nutzten ihr neu erworbenes Wissen, um ein weiteres eigenes Projekt zu beginnen.
Der Kurs bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen im räumlichen Denken, im Arbeiten mit zusammengesetzten Körpern und Ebenen im Raum sowie mit additiven und subtraktiven Fertigungsverfahren zu sammeln. Dabei waren Kreativität, technisches Verständnis und Problemlösefähigkeit gleichermaßen gefragt.
Besonders erfreulich war, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen und ihr Wissen zunehmend selbstständig untereinander austauschten. Dadurch entstanden viele Ideen im gemeinsamen Gespräch, und auch die Teamarbeit wurde gestärkt. Das weitgehend selbstständige Arbeiten mit einer 3D-Design-Software stellt zudem eine gute Vorbereitung auf zukünftige Herausforderungen in einer zunehmend digitalisierten Welt dar und kann dazu beitragen, Interesse an technischen Berufen und Studiengängen zu wecken.




