Grenouille im Hier und Jetzt – Fotostory-Projekt der 10. Klassen zu Das Parfum

Wie lässt sich ein literarischer Klassiker kreativ und zeitgemäß erschließen? Dieser Frage gingen die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen im Deutschunterricht nach. Im Rahmen der Lektüre von Patrick Süskinds Roman Das Parfumgestalteten sie eigene Fotostorys und setzten ausgewählte Szenen des Romans auf ganz besondere Weise in Szene.

Fotos: Magdalena Mayerhofer

Anlässlich des kürzlich vergangenen 40-jährigen Jubiläums des erstmals 1985 erschienenen Romans entstanden mit viel Kreativität und Liebe zum Detail abwechslungsreiche Fotostorys. Mithilfe von Playmobil-Figuren, selbst gestalteten Zeichnungen und individuell inszenierten Szenen erweckten die Schülerinnen und Schüler zentrale Handlungsmomente zum Leben. So entstanden originelle Bildgeschichten, die den Roman auf kreative Weise neu interpretierten.

Dabei verband das Projekt auf vielfältige Weise analoge und digitale Arbeitsformen. Einige Gruppen setzten ihre Szenen mit Playmobil-Figuren vor selbst gestalteten oder mithilfe Künstlicher Intelligenz entworfenen und ausgedruckten Kulissen in Szene. Andere entschieden sich dafür, ihre Bildfolgen vollständig zu zeichnen. Die entstandenen Fotos und Zeichnungen wurden anschließend je nach Gestaltungsidee digital zu Fotostorys zusammengefügt und bearbeitet oder klassisch auf Plakaten arrangiert und mit Texten ergänzt. So entstanden ganz unterschiedliche Ergebnisse, die eindrucksvoll zeigen, wie sich traditionelle Gestaltungstechniken und digitale Werkzeuge sinnvoll miteinander verbinden lassen.

Das Projekt bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich intensiv mit Handlung, Figuren und Erzählweise des Romans auseinanderzusetzen. Gleichzeitig waren Kreativität, Teamarbeit sowie ein reflektierter Einsatz digitaler Werkzeuge gefragt.

Die entstandenen Fotostorys zeigen eindrucksvoll, wie Literaturunterricht weit über die klassische Textarbeit hinausgehen kann. Durch das Erzählen in Bildern wurden die Inhalte des Romans anschaulich und auf individuelle Weise interpretiert. So entstanden zahlreiche kreative Ergebnisse, die zeigen, dass Patrick Süskinds Roman auch mehr als vier Jahrzehnte nach seinem Erscheinen junge Leserinnen und Leser noch immer zum Nachdenken und Gestalten anregt.